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Geschrieben von: Wolfgang Braune-Krickau   
Dienstag, 30. August 2011 um 13:43

Clubsieger olympisch und lang: Wolfi

Der Uster Triathlon hat eine sehr angenehme Eigenschaft: Die Startzeiten sind human. Beim Zopf-Frühstück erste Blicke nach draussen: Keine Wolke am Himmel, und die Temperatur wird werden. Meine Motivation steigt schon etwas über die Nestwärmesehnssuchtsschwelle. Gegessen, getan, Velo gepackt und in die S15 gerollt, die Versuchung war da, bis ins Abteil zu fahren in Jona Isabelle getroffen, die mit Kinderanhänger zustieg. Das wäre mal eine neue Kategorie: VaKi/Muki mit Schlauchboot und Veloanhänger, als weitere Disziplinen Füttern, Windeln und Like-a-bike-race...

In Uster angekommen, klappte alles bestens, Startnummer schnell gefasst und überall rotschwarze Tenüs.  Schnell stellte sich heraus, dass die Algenzuchtstation Greifensee zu warm für Neoschwimmen war, dass Wadenkompressionsstrümpfe aber auch als Neo zählen, Kompressionsanzüge hingegen nicht, war eine interessante neue Erfahrung. Verstehe Verbandsreglemente, wer wolle (Noch origineller übrigens die Platzierung der Penaltybox für die Short-Kategorien (mitten in der abgesperrten Wechselzone der Olympier)).

Meine Motivation hielt sich vor dem Aktivbaden in Grenzen, aber nach drei Zügen im Schaumbad stellte sich dann überraschenderweise ein Flow ein, das den ganzen Wettkampf über anhielt. (Tipp: In Uster immer ganz rechts starten, da hat es Platz und wenig Hindernisse). Wenn man dann noch die Fallgrube auf der Wiese auslässt, ist man schon fast auf dem Velo (Dass die Wechselzone in Uster immer ein Musterbeispiel für Chaos ist, muss erwähnt sein. Athleten beim Einrichten, im Wettkampf und auf dem Heimweg bilden alljährlich ein wunderbares Chaos, das den Wettkampf vor allem für die langsameren SportlerInnen interessant macht.

Besser wurde es auf dem Rad nicht. Ich hatte sechs oder sieben Mal Autos vor mir, die wegen anderer Sportler langsam fuhren oder unmittelbar vor mir auf die Strasse gewunken wurden (Folge: haarige Überholmanöver). Es müsste doch möglich sein, bei rund 1000 Radfahrern mindestens eine mitfahrende Sperrung hinzubekommen (und die gefährliche Abfahrt nach Maur ganz) und dass die VK darauf hingewiesen werden, dass die Velos mit über 45 km/h angeflogen kommen. Ungünstig auch, dass die Damen zwischen den ersten beiden Herrenfeldern starten. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es lässig ist, wenn die Herren da vorbeirauschen. Da sich zudem einige kleinere Damengruppen gebildet hatten, war das Überholen Glückssache.

Die Laufstrecke dann wie gehabt mit einigen Ecken, aber zügig zu laufen, so dass ich geradezu ins Ziel flog und einige Plätze wieder gutmachte, die ich auf dem Velo verloren hatte. Michi Scherrer übrigens als Kandidat für einen Speakerposten am nächsten Ironman, wunderbar schon aus 150 Metern zu hören!  Fazit: Ein Prachtstag, alle trotz meckern zufrieden und so viele Jtris wie selten an der Strecke und unterwegs. Merci für den Support!

Highlight des Tages dann die Grillparty am Abend danke Michi fürs Organisieren, es war der perfekte Abschluss eines perfekten Tages.

Gruess und gute Erholung

Wolfi

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Aktualisiert ( Dienstag, 30. August 2011 um 13:52 )