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Vom Rausch der Endorphine getrieben sahen sich zwei Trailtriathleten gezwungen, an der Fuorcla digl Ducan zu Wiederholungstätern zu werden.
Doch verdient sein will der Flow. Dies weiss ein jeder, der diesen 2'666m hohen Übergang schon im Schweisse seines Angesichts erklommen hat. Start in Filisur – eines nicht mehr ganz so frühen Morgens – nach erfolgten Belagsarbeiten und traditionell unzureichender Parkuhrfütterung. Dave hätte mich ausgelacht, hätte ich ihm die geschätzte Rückkehrzeit prophezeit! Doch es kam, wie es kommen musste... Hier zur Fotogalerie
Den obligaten delikaten Kuchen vom Bahnhofbüffet im Magen, sahen wir uns schon an der ersten Steigung gechallenged. "Die Körner sind gezählt", dachte ich mir bei der Einfahrt ins Hochtal Stugl, im (noch vollen) Bewusstsein ob der bevorstehenden Rampensteilheit. Die zweiten 900Hm gaben denn auch gehörig zu beissen. Dank einer Brötlipause bei der Notunterkunft verbrachten wir sogar einige Zeit im Grundlagenbereich 1. Doch der kalte Wind trieb uns rasch weiter die Hänge hinauf.
Den Weg teilten wir nicht nur mit Kühen, bzw. deren Hinterlassenschaften, sondern auch mit zahlreichen JägerInnen. Selbige waren bis auf die Zähne bewaffnet mit Flinten, Zielfernrohren und Ferngläsern.
Dem Kugelhagel entgingen wir wohl aufgrund geräuschvoller Fahrweise (bergauf stöhnend - bergab kettenpeitschend), sowie knalliger Ausdauerdreikampfsportvereinsbekleidung.
Das mitleidige Lächeln einer entgegenkommenden Jägerin vermochten wir nicht klar zu deuten. Sie wusste wohl was uns noch an Hm erwartet, aber bestimmt nicht, dass wir uns schon zum 2.mal hier rauf quälten...
Allerlei Humor half uns beim Durchsteigen der lotrechten Tragepassagen. Erlösend die letzten Meter zum Dach der Tour. Imposant die Rundumsicht. Leichtes Frösteln. Riesige Vorfreude auf die nun vor uns liegende Abfahrt nach Sertig und die bevorstehenden 40km Singletrails.
Ein letzter Blick zum Chrachenhorn, dann Eintauchen in den fairy Trail. Geröllhalde schneefrei, weiter unten nicht kuhfladenfrei. Die Reifen satt auf der Spur, erreichten wir – trotz diverser Verkehrsberuhigender Massnahmen – rasch den Pausenraum in Sertig Dörfli.
Frisch gestärkt bogen wir auf den leicht aufwärts führenden, sehr abwechslungsreichen Trail in Richtung Rinerhorn ein, wo wir beinahe von einer entgegenkommender Horde Enduristen plattgebügelt wurden. Die waren eben auch im Flow Der sonnige Empfang bei Äbirügg/Rinerhorn machte den Genuss perfekt. Wir hatten noch bei weitem nicht genug, wobei sich Angebot und Nachfrage glücklicherweise die Waage hielten Das Teilstück Rinerhorn – Hauderalp – Monstein lässt sich kaum in Worte fassen. Man muss es einfach erlebt, errollt, erfühlt haben. Trotz dem Motto "lieber den falschen Weg fahren, als den richtigen schieben", erwischten wir sämtliche Plug-in-Trails wie Inneralp und den Add-on-Downhill zur Station Wiesen.
Die Pfade bis zum letzten Meter ausgekostet, den ganzen Tag in sich aufgesogen, rollten wir mit den letzten Lichtstrahlen am Parkplatz ein.
Die Frage nach dem schönsten Abschnitt dieser Tour ist weder wichtig, noch wird sie je beantwortet werden können. Die Tour wirkt als Gesamterlebnis.
Nach der Tour ist vor der Tour…  Markus & David
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Bin erstaunt wie wenig Schnee es dort oben hat. Wir achteten brav darauf wegen des Schnees nicht über 2000hm zu gehen und stellten dann aber fest, dass oberhalb der Murgseen ab ca. 1850hm die Schuhe langsam weiss und nass wurden.