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Schon vor dem Sertig fertig |
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Geschrieben von: max giger
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Freitag, 27. August 2010 um 10:26 |
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Wieder einmal 'schü und schträng'. Landschaftlich sicher schöner als seine Nachbarn Ducanfurgga und Scalettapass verlangt der Sertigpass mit seinen 2739 m Ausdauer vor allem in den Trag- und Schiebepassagen. Ohne dass die Abfahrt dafür ausreichend entschädigen würde. (Bilder von Michi Manser)
Das tönt jetzt ein Bisschen hart, trifft aber für das Kernstück unserer Tour durchaus zu. 2 Michis, je ein Roger, Douwe und ein Max starteten in Tiefencastel und brachten sich zuerst einmal mit dem Wakeup-Trail in Schwung. Danach gings gleichmässig auf Kiesstrassen an Alvaneu und Filisur vorbei. Wegen Scherrer's Asphaltallergie (offenbar hat er die gegen eine -manie eingetauscht) wechselten wir auf die nördliche Talseite wo uns das GPS direkt in eine abgezäunte Gärtnerei führte. Nach einem Schwatz mit den Gärtnerinnen fanden wir jedoch den flowigen Tautrail bis nach Bellaluna. Nach der dritten, schräg hängenden Brücke gings auf der südlichen Talseite wunderschön und recht knackig auf den Crestas da Buel, wo wir die traumhafte Aussicht aufs Albulatal genossen. Nach einem flotten Ritt über 100 Hm Kiesstrasse kräftigten wir uns im Kaffee Preisig in Bergün. Im Val Tuors versuchte ich die Gümmeler von den Trail-Alternativen zu überzeugen, was sich durchaus lohnte. Roges Bike verhielt sich an einem Brüggli jedoch bockig. Das bot der Tourapotheke Gelegenheit sich zu beweisen. Weiter gings durchs verträumte Tal bis eine Kolonne talfahrender Tiertransporter den nahen Winter ankündigten. Das Höhenmeter stieg und ebenso die Temperatur. Mein Helm war plötzlich kaputt, denn es tropfte mir ständig auf Rahmen und Beine. Michi Manser schlug aus Jux eine Pause im Beizli in Chants vor, was wir durchaus ernst nahmen. Die Stärkung mit der selbstgemachten Zwätschgenwähe war nötig. Ab 2100 m war mehrheitlich Schieben und Tragen angesagt, unterbrochen von nicht unbedingt erholsamen Bikepassagen. Die traumhaften Ravais-ch Seen nahmen unsere Bewunderung immer länger in Anspruch. Die Blicke der Wanderer schienen von Respekt in Mitleid überzugehen. Mit letzen Anstrengungen überwanden wir den Schlussanstieg. Nachdem mein Blutzuckerspiegel wieder auf "normal kaputt" zurückging, konnte auch ich die 360 Grad Rundsicht geniessen. Und die hat nun wirklich für die Anstrengungen entschädigt. Der oberste Teil der Abfahrt war ziemlich verblockt, was grösste Aufmerksamkeit und auch ein paar Meter zu Fuss forderte. Es folgte ein rockiger Trail, wirklich toll, nur fast zu kurz. Von der Alp gings auf Chickenways zum Mittagessen in Sertig. Was folgte ist andern Orten ausführlich beschrieben. JTri and the quest for the holy trail! Wir verlängerten bis zur Inneralp. Der letzte Teil war etwas anspruchsvoller und sollte in der Tour nicht fehlen. Nach dem obligaten Monsteiner Bier ging's diesmal ohne Verfahren auf sagenhaften Trails weiter. Als nächste Höhepunkte standen die Trailabfahrt von Jenisberg und der Trail durch die Zügenschlucht auf dem Programm. Unter dem Wiesener Viadukt hindurch gings zum Leidboden und von dort dem Landwasser entlang zurück nach Tiefencastel. Leider waren wir zu früh unterwegs, um die neu installierte Beleuchtung des Landwasserviadukts zu geniessen. Aber viel hat nicht mehr gefehlt. Nudelglücklich und überfertig verstauten wir uns im Auto. Irgendjemand fuhr nach Hause und irgendjemand fragte nach dem "R" bei der Ganganzeige. Alles nicht mehr wichtig.
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Aktualisiert ( Montag, 30. August 2010 um 19:11 )
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