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Ironman 70.3 Monaco 06.09.09 PDF Drucken E-Mail
Freitag, 11. September 2009 um 11:16

Was für eine Kulisse…
Es ist 06.00uhr in der früh, die Sonne zeigt sich noch nicht, aber es ist jetzt schon warm, viel wärmer als in den letzten Jahren erfahre ich von den Athleten. In der Wechselzone herrscht eine angespannte Stimmung,… alles muss sitzen, die Riegel am richtigen Ort und die Radflaschen gefüllt. Ja es ist anders,  ganz anders als in Rapperswil.

Meine Laufschuhe etc. sind am Vorabend schon im „run“ Sack verstaut worden und mein Velohelm etc. sind im „bike“ Sack und hängen auch an einem Hacken unten am Strand, bei den anderen 1300 Taschen. Alles musste man schon am Vorabend abgeben.

Ich schau auf mein Arm und lese die meine Nummer 573, ja nicht nur am Arm auch am linken Bein wurde ich beschriftet.

In der Wechselzone hat es nur Velo’s ohhhhhne ende und die Strecke ist lange vom Wasser bis man endlich losfahren darf. Die Sicherheit ist viel Strenger, man wird fotografiert und auch das Velo bekommt ein Chip, es gibt keine Chance das Velo irgendwie da weg kommt.

Langsam kommt die Sonne nur noch wenige Minuten bis zum Start. „Massenstart“

Was für eine Kulisse, vorne das Meer ich sehe die Powerbar Boilen die jetzt von der Sonne angestrahlt werden, ein riesiges Kreuzfahrtschiff wendet, damit die Touris den Start sehen können, hinter mir die Berge mit den Hochhäusern von Monaco, es ist einfach gewaltig, einfach mega und ich kleiner rookie mach da mit, ich freu mich auf dieses Abenteuer….

Um mich herum nur noch Neoprenanzüge, es ist eng, steh ich hier richtig oder werde ich gleich überrollt.

Das Horn erklingt………

Ich renne auch ins Wasser und habe viele Beine und Hände im Gesicht, mache mir einen Weg frei und finde meinen Rhythmus. Nach ca, 1km mache ich die Bekanntschaft mit Quallen, erst ein paar kleinere und dann noch ein paar grössere, ich erschrecke mich grässlich und weiche diesen Dingern aus.

Jetzt höre ich die Musik und sehe den roten Teppich, alles ist so belegt…Wir sind in Monaco. Ich komm aus dem Wasser und packe mein „bike“ Sack und renne ins Zelt, da wird umgezogen und der Neo in dieTasche gestopft. Ein langer Weg bis zum „bike“. Es ist jetzt schon so warm, dass gibt eine Hitzeschlacht.

Jetzt geht’s los ab in die Berge, ich kenne die Strecke, ich weiss was auf mich zukommt, denn mit dem Auto bin ich sie vor 2 Tagen abgefahren, was ein guter Entscheid war. 1500 Höhenmeter sind zu bewältigen, aber viele Athleten sagen, es seien 1800. egal es geht einfach hoch ;O).

Für mich war klar, wenn du den ersten Berg gut schaffst, dann kommt es gut, Zeit ist bei mir (noch) kein Thema. (finishen und Freude am Abenteuer Triathlon). Jetzt geht es 20km hoch bis zum ersten Pass, Kurven ohne ende und technisch sehr anspruchsvoll.

(Es sind 3 Pässe 1x 20km 1x 10km und 1x 7km. max. 8.5% Steigung)

…und dann geht es runter, enge kurven, aber es macht spass und diese Landschaft hinter Monaco ist einfach nur schön. Ich fühle mich gut und mache mein Tempo weiter.

Die Food-Stationen sind nicht optimal platziert, sie sind immer vor dem Aufstieg, aber egal, ich habe mein Proviant dabei ;O).

Jetzt der letzte Pass, dann hast du es geschafft, ich spüre die Wärme die nun zur Hitze wurde. Oben angekommen, hatte ich richtige Glücksgefühle, ich sehe auf Monaco herunter und weiss, jetzt kannst du dich auf’s Laufen vorbereiten und die Formel 1 Strecke wartet auf dich, nur schon diesen Gedanken beflügelte mich wieder.

Mit vielen Kurven düse ich den Berg herunter und immer wieder das Meer mal auf der rechten und dann mal auf der linken Seite. Aber jetzt spüre ich die Strecke in den Beinen, uff das war hart aber eifach nur schön.

In der Wechselzone wieder diese weiter weg. Ich pack mein „run“ Sack, renn ins Zelt zieh die Schuhe an und lauf los. Schön ich doch keine Holzbeine, dass kommt gut, einfach dein Tempo… aber jetzt kommt die Hitze 34 Grad am Schatten, ich merke wie der Asphalt kocht und ich auch :O). Ich lasse mich unterwegs mit dem kalten Schlauch abspritzen um wenigstens ein Grad runter zu kommen. Es hält an für ein paar Meter und es kocht wieder… Die Laufstrecke geht durch das Tunnel von Monaco „Gallerie“ entlang dem Yachthafen und dann hoch zum Casino und zurück zum Strand mit 4 Runden. Jetzt bei der 2. Runde merke ich wie es meinem Magen nicht mehr gut geht und versuche diesen mit Cola zu beruhigen, mir kommen die Geschichten in den Sinn von den Athleten die mir erzählten, es wird ihnen jedes Mal schlecht und ich kannte diese Gefühl nicht. Im Kopf will es weitergehen und die Beine würden mich auch noch tragen aber der liebe Magen macht mir einen Strich durch die Rechnung. Ich schaffe die letzten 10km nicht mehr, muss aufgeben, mein Magen will nicht, mir isch nur no schlächt! Ich such den Schatten um abzukühlen.

Es ist ein ganz kurzer Augenblick der Traurigkeit, denn ich habe so ein schönes Abenteuer gehabt, so viele schöne Emotionen in diesen Stunden erleben dürfen und viele neue Erfahrungen gemacht die mich für den weiteren weg „Triathlon“ gestärkt haben. Es war ein super Erlebnis!

Ich kann Euch Monaco nur empfehlen.
16.9.09 auf Eurosport

(Fotos folgen)
Liebs Grüssli
Natascha 

Kommentare (2)Add Comment
...
geschrieben von Walter Wettstein, September 12, 2009
Kopf Hoch Natascha smilies/cry.gif, trotzdem super Leistung. Dann halt ein ander Jahr, dann schaffst du es smilies/wink.gif.

Walti
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...
geschrieben von Natascha Panoff, September 12, 2009
...ich muss mir wohl in so einer situation das nächste mal eine ko...ecke suchen. aber zwischen chanel und den grösseren gummi-bötli gar nicht so einfach smilies/grin.gif
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