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Geschrieben von: Sandra Tschümperlin
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Montag, 31. August 2009 um 21:26 |
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– oder wie man 238km und 5500 Höhenmeter auf den Tacho kriegt.
Sonntag, 30. August, kurz nach halb 7 in Sölden. Das Thermometer zeigt etwas über 2 Grad, aber der Blick zum Himmel lässt einen sonnigen Tag erahnen. So mache ich mich mit Zeitungen ausstaffiert, altem Gilet übergezogen und Plastikhandschuhen auf den Weg. Nach dem Startschuss dauert es noch rund 10min bis auch ich über die piepsende Datasport-Matte fahren darf. Zunächst rollt das Feld gemütlich rund 45min talauswärts bis Oetz, bevor der erste von 4 Anstiegen am heutigen Tag beginnt (naja, eigentlich sind es ja deren 5, da es auf der Abfahrt vom Timmelsjoch noch mal einen Gegenanstieg bis zur Mautstelle gibt – aber dazu später mehr ;-) Die Devise lautete: „bis zum Brenner hoch darf’s nie wehtun“ und „nicht unnütz Körnchen verbrennen…so fuhr ich nun ganz gemächlich die Strasse zum Kühtai hoch, genoss das wunderschöne Alpenpanorama, entzückte mich über dem Rad fahrenden Tatzelwurm und freute mich über die tolle Labestation zuoberst mit den sensationellen Käsebroten und selbstgemachten Kuchenschnitten. Die Temperatur war mittlerweile auch schon ganz angenehm – so dachte ich zumindest. Noch husch den Bidon aufgefüllt und dann runter Richtung ins Inntal. Wo sich noch vor wenigen Minuten die ersten Schweissperlen bildeten, waren nun beinahe Eiszapfen erkennbar ;-) Die Zähne klapperten und die Lippen waren blau. Jänu – wer nicht zuviel an Gepäck über die Berge schleppen will, der friert! Bis Innsbruck war mein Körper wieder aufgewärmt und es ging hoch nach Berg Isel mit Sicht auf die Schanze und die BungeeJumper von der Europabrücke. Bis zum Brenner hoch war ich einer rund 30Mann-(und vielleicht 2 Frau) starken Gruppe, was die Auffahrt sehr kurzweilig machte. Da ein Schwatz über bereits absolvierte Radrennen, dort ein Schwärmen von tollen Skidestinationen und schon war Italien erreicht: Berg Nummer 2 wär geschafft. Runter ins Südtirol ein kurzer Blick Richtung Penserjoch und dann weiter Richtung Jaufenpass. Nach den ersten Kilometern im Wald wurde der Blick frei zur Passhöhe hin, überall an der Strasse standen jubelnde Zuschauer und auch ein paar Wohnmobile waren da und dort parkiert – irgendwie ein bisschen „Mini-Tour-de-France“. Bei der Verpflegung auf der Abfahrt ins Passeiertal haben es sich die ersten Teilnehmer schon auf den Festbänken „gemütlich“ gemacht – solche Bilder gibt es wohl nur beim Ötztaler. Die Aussicht Richtung Passeiertal und die wärmende Sonne luden aber auch förmlich auf eine längere Pause ein - wenn da nicht das Timmelsjoch wäre! Knapp 29km und etwas über 1700Hm und es wurde langsam aber sicher ziemlich warm. Mit der Vorfreude auf das Dach der Tour schlängelte ich mich Kehre für Kehre hoch, vorbei an schiebenden Radlfahrern und motivierenden Zuschauern. Auf dem 2500 Meter hohen „Passo Rombo“ war das Ziel schon in Sichtweite – jiiibbbbiie! Die Erbauer dieser Hochalpenstrasse haben allerdings nicht an die Radfahrer gedacht, als sie diese schöne Strasse errichteten – oder weshalb geht’s auf einer Abfahrt bitte schön nochmals 200 Höhenmeter hoch? Die letzten Körnchen waren bei der Mautstellt nun definitiv aufgebraucht und das erste Mal an diesem Tag konnte ohne angezogene Handbremse „tschäddärät“ werden und das Lachen im Gesicht verschwand nimmer mehr J Die Freude, als ich durch die Strassen in Sölden Richtung Ziel fuhr war riesengross – da wär ich nun auch mal über 200km am Stück Rad gefahren! Prädikat des Anlasses: WÄRMSTENS zu empfehlen!
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Aktualisiert ( Dienstag, 01. September 2009 um 13:01 )
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gratuliere herzlich zum erfoglreichen Radmarathon. Superleistung! (bin ja auch gar nicht neidisch, darf velos nur im Schaufenster anschauen ;-)...