|
Eigentlich hatte das Wochenende bereits am Freitag begonnen. Bis um 17.00 Uhr musste ich mich bei allen Wechselstationen melden und entsprechend alles deponieren(Oberhofen=Schwimmen/Rennrad, Grindelwald=Rennvelo/Bike, Stechelberg=Bike/Berglauf). Doch das Stressige war, das ich erst um 12.00Uhr mit arbeiten fertig war!
Ok, heute Samstag (Vorweg erwähnt; den ganzen Tag war es kühl bis sehr kühl und leicht regnerisch verhangen mit dichterem Nebel ab ca. 1000MüM). Der Start war um 6.30Uhr im Strandbad Thun. Das Wasser hatte eine angenehme Temperatur, was für den Thunersee nicht so selbstverständlich ist. Etwa in der Hälfte der Schwimmstrecke bekam ich Brechreize und musste einen Stopp einlegen um zu ........., doch es blieb nur bei einem Gewürge. Jedoch stellte ich fest, dass mit meinem Magen etwas nicht 100%ig in Ordnung war. Der Wechsel auf Rennvelo verlief gut, denn wie immer nahm ich mir in der Wechselzone Zeit. Auf dem Rennrad hatte man keine Zeit sich warm zu fahren, denn (eben Inferno!) bereits nach ca. 300m gings richtig steil und lang "opsi" nach Beatenberg. Danach runter und alles flach nach Meiringen, wo die erste richtige Herausforderung begann. Von Meiringen über die Grosse Scheidegg nach Grindelwald (1370Hm). Leider funktionierte der leichteste Gang nicht, so musste ich in den steilen Spitzkehren und Rampen oft aufstehen, was mich etwas mehr Kraft benötigte. In Grindelwald angekommen nahm ich das Bike unter mein Füdli und fuhr hoch auf die Kleine Scheidegg (1120Hm). Während dem Aufstieg merkte ich, dass ich mich seit dem Brechreiz im Schwimmen nicht richtig ernährt hatte, resp. nicht richtig ernähren konnte. Die Abfahrt von der Kleinen Scheidegg war nicht ungefährlich, denn wegen des Nebels hatte man nur eine Sichtweite von ca. 20m. Doch Dank meiner Abfahrts - Routine die ich am Transalp erwarb vertraute ich mir und fuhr durch den Nebel runter nach Stechelberg. Für mich war es cool zu sehen wie ich in der Abfahrt Biker um Biker einholte. In der Wechselzone in Stechelberg wurde mir mein nicht defektes Bike abgenommen und in den Ständer gestellt ("nicht defektes", weil es später beim abholen platten hatte!). "So, nun beginnt das Rennen erst recht!" Und das heisst: Beginn des Berglaufs auf das Schilthorn, 25km / 2175Hm. Jedoch sind die ersten 6km flach, was heisst "19km / 2175Hm!!" Ich sagte mir: "Michi, ganz egal was um dich herum geschieht, wer dich noch so locker einholt etc., du hängst dich nicht an oder lässt dich auf irgend eine Weise beeinflussen, du läufst DEIN Tempo!" Den ganzen ersten Streckenteil bis nach Mürren verlief sehr gut und ich konnte ca. 75% davon locker hoch "träbelen". Ich fühllte mich eigendlich sehr gut, obwohl ich mich zum trinken und essen recht zwingen musste. Doch im Dorf Mürren wurde ich eines besseren belehrt, denn es kam wieder der verfl....... Brechreiz. Ich suchte mir eine Ecke und versuchte wieder zu ............ Jetzt wusste ich, dass ich aufpassen musste, wenn ich das Ziel noch erreichen wollte. Und ich wusste, dass der zweite Streckenabschnitt in Sachen Terrain und Steigungen alles abverlangen wird! So hiess es,"Activatoren und Cola fassen!" verhältnismässig ging es mir dann recht gut, obwohl ich ab und zu Schwindelgefühle bekam und ich erreichte meinen Vater recht gut, der vor der Zwischenstation "Birg" als letzten persönlicher Betreuer auf mich wartete. Da machte ich einen Fehler! ich vergass den Activator mit zu nehmen!!! Dann fiel es wie über mich! Ca. 3km vor dem Ziel und noch ca. 500 bevor stehenden Höhenmetern überfiel mich das Schwindelgefühl und ich hatte grosse Mühe mich zu konzentrieren! Es wurden lange 3km und ich musste die ganze Zeit aufpassen, dass ich nicht das Gleichgefühl verlor. Zum Glück gabs bei den schwierigen Passagen Halteseile wo ich mich festhalten konnte und ca. 400m vor dem Ziel lief, für einige Meter, ein Samariter hinter mir her. "UND NACH 10 STD. 47 MIN BEZWANG ICH DAS SCHILTHORN UND ERREICHTE DAS ZIEL!" Facts: Schwimmen=3.1km, Road Bike=97km/2145Hm, Mountain Bike 30km/1180Hm, Berglauf=25km/2175Hm
|