|
Samstag 25.7.: Ride to Riva del Garda - Highway to Hell Eines vorne weg: Wir haben das Ziel in Riva erreicht. Nun aber der Reihe nach! Pressebericht zum Bike-Transalp im Höfner vom 30.7.09
Das Profil der letzten Etappe las sich noch relativ gemütlich. 1400 Höhenmeter und 60 Kilometer standen auf dem Programm. Dass wir es nicht allzu locker angehen sollten, davor warnte uns Uli Stanciu. Die Steigung zum letzten Kulminationspunkt der Tour, dem Passo San Giovanni sollte nochmals ein richtiges Highlight werden. Zum letzten Mal ertönte vor dem Start der Song Highway to Hell von AC/DC, dies hat Tradition! Wir werden es ab heute vermissen. Die Felder wurden leicht gestaffelt ins Rennen geschickt, damit beim etwas später anstehenden Single-Trail die Staugefahr nicht so gross sein würde. Ein netter Mann, vielleicht war es auch eine Frau (kann ich mir jedoch nicht vorstellen ) hat auf diesen Berg einen Weg gebaut mit Beton-Rampen über 30 Steigungsprozenten. Diese Rampen sogen nochmals so richtig die letzten Kraftreserven aus den müden Wadeln. Später folgten noch Schiebepassagen und technischen Aufstiegen. Irgendwann einmal folgte die langersehnte Abfahrt (das heisst, für über 90% der Teilnehmer die Wanderung ) runter in Richtung Gardasee. Endlich einmal war Michi so richtig das arme Schwein. Nach 3 Kilometern Abfahrt über felsige und geröllige Wege, bei der wir rund 750 Höhenmeter vernichteten konnte ich bereits über acht Minuten Pause machen, dies obwohl ich die Abfahrt relativ gemütlich bewältigte. Es folgte eine kurze Asphaltpassge und dann ein nächter Trail zur nächsten Strasse, welche zur einzigen Verpflegung auf der letzten Etappe führte. Die letzte Verpflegung brauchte eigentlich niemand - ah doch, Michi!! Frisch gestärkt schossen wir die letzte wirkliche Abfahrt hinuter um dann endlich unsere Rollerqualitäten unter Beweis stellen zu können. Damit es uns auf dem Weg nach Riva del Garda nicht zu wohl wurde, waren einige Kurven und ein Single-Trail Abschnitt eingebaut. Ansonsten blochten Michi und ich mit bis zu 50 Kilometern in der Stunde Richtung Gardasee, es blieben ja nur noch 20 Kilometer!! Etwa sieben Kilometer vor dem Ziel meinte dann auch noch ein "schafseelenguter" Belgier, er müsse mir ins Vorderrad fahren und brachte mich somit zu Fall, Michi stürzte über mich. Was ich von dieser Aktion hielt schrie ich diesem Belgier noch auf dem Asphalt liegend, lautstark nach, hoffentlich hat er's gehört, denn ich wiederhole dies hier besser nicht. Leicht markiert erreichten wir wenig später das Ziel in Riva del Garda! Glücklich und müde, nach einer ereignisreichen und tollen Woche auf der Bike-Transalp. All jenen, die unseren Blog mit Interesse verfolgt haben wünschen wir, dass ihr ebenfalls so tolle Erlebnisse erleben dürft. It was great and wonderful! cu michi und reto Freitag 24.7.: Die einzige Bergankunft der Bike-Transalp 2009 Bereits im Briefing am Vorabend wurde vor der Bergankunft in Andalo "gewarnt". Aber nun der Reihe nach. Von Kaltern nach Andalo führte die vorletzte der insgesamt 7 Etappen der Bike-Transalp. Nochmals standen über 3000 Höhenmeter und 74 Kilometer auf dem Programm. Die Nacht in Kaltern war eine der heissesten überhaupt, sie war tropisch!!!  Dennoch fühlten sich die Beine gut an am Morgen und wir starteten relativ zügig in diese Etappe. Der Aufstieg zum Graunerjoch wurde uns vom Race Director Uli Stanciu noch als relativ gemütlich verkauft. Was für diesen guten Mann "relativ gemütlich" heisst entpuppte sich als Aufstieg durchsetzt mit einigen edlen Rampen, welche den Schweiss so richtig aus den Poren trieb (der Puls kam schon lange nicht mehr in den gewohnten Bereich hoch!). Wenn der Aufstieg zum Graunerjoch noch als gemütlich bezeichnet worden ist, wie wird dann erst die Schlusssteigung nach Andalo hinauf - denn da meinte Uli Stanciu: "Da werden einige von euch fluchen!! ) Zuerst kamen noch einige Abahrten und Asphaltstücke. Dank der grossen Hitze wurde es Mich und mir nie zu wohl. Kurz vor Spormaggiore und somit 800 Höhenmeter vor Andalo entdeckten wir einen Brunnen. Michi steckte gleich seinen Kopf hinein und ich hielt meinen unter den Wasserstrahl. Kurz vor der Verpflegunsstation wurden wir dann gebremst. Ein Unfall hatte sich ereignet. Anita Steiner aus Einsiedeln, welche bis dato mit ihrem Partner in der Mixed-Kategorie den zweiten Platz belegt hatte, erwischte es übel. Sie stürzte in einer Kiesabfahrt auf ihr Gesicht und musste mit dem Heli abtransportiert werden. Ein Moment, den wir nicht vergessen werden!!! Für uns ging aber die Challenge weiter. Nun stand eben dieser Schlussaufstieg auf dem Programm! Steile, kiesige Rampen kündigten an, was noch kommen sollte - eine Rampe mit ca. 30 Steigungsprozenten und das auf Kies. Wir haben keinen gesehen, der da hinauf gefahren ist. Dank Uli Stanciu wissen wir allerdings, dass vor zwei Jahren ein Amerikaner, der Beinamputiert ist, dort mit EINEM BEIN!! hochgefahren ist - wir glauben dies kaum. Aber - wir sind dann auch im Ziel von Andalo eingetroffen und konnten die letzte Etappe vorbereiten. Donnerstag 23.7.: Single-Trails ohne Ende und eine unerbittliche Hitze Eines vorne weg: Heisser kann's nicht kommen - und es wurde noch heisser! Aber nun der Reihe nach. Wir erinnern uns an die erste Etappe, sorry, an den Bustransfer. Schnee hatte die erste Etappe verhindert und nun herrschte die tropische Hitze. Erneut war am Start der Etappe um 9Uhr Morgens die Temperatur über 20°C. Auf dem Programm stand die im Nachhinein schönste Etappe des ganzen Bike-Transalp. Zum Einfahren standen wieder knapp 1400 Höhenmeter zum Kreuzjoch an, durchsetzt mit wunderbaren Single-Trails. Diese Single-Trails waren technisch nicht allzu anspruchsvoll, wodurch man sogar Zeit fand, das atemberaubende Panorama zurück in die Dolomiten zu geniessen. Nach den "Flow-Trails" Richtung "Stoane Mandel" konnte man sich hinauf zu eben diesen "Stoane Mandel" so richtig warm fahren. Der Aufstieg war technisch anspruchsvoll und steil. "Stoane Mandel" hiesst dieser Punkt auf der Landkarte deshalb, weil viele Wanderer dort einen Turm aus Steinen aufgebaut haben - mittlerweile sind es über 150! Ich habe noch nie so etwas gesehen. "Stoane Mandel" liegt auf rund 2100m.ü.M., Vilpian auf rund 300m.ü.M. und dahin ging es nun. Abfahrt vom feinsten (und Erholung für mich ). Michi entwickelte sich in dieser Woche allerdings zum kompletten Biker und wurde in den Abfahrten immer stärker. So konnten wir bis Vilpian einige (zu Fuss "downhillende" ) Teams überholen und die nächsten 1000 Höhenmeter in Angriff nehmen. Der grösste Teil des Aufstiegs war auf Asphalt, aber es war SAUMÄSSIG heiss und SAUMÄSSIG steil. Entschädigt für die Schinderei wurden wir dank der unendlich langen Trails nach Kaltern. Allerdings kam es uns vor, als würden wir die Ortschaft Kaltern etwa dreimal umkreisen, bis wir endlich - bei etwa 35°C im Schatten - die Ziellinie im bekannte Weinbaugebiet überqueren konnten. Mittwoch 22.7.: Uff, die Beine machten wieder was sie sollten! Mit sehr viel Gwunder stellte ich mich heute an den Start in St. Christina. Die erste, relativ steile Steigung hinauf auf die Sieseralm war ein guter Gradmesser, ob ich mich wirklich vom gestrigen Einbruch erholt habe. Da wir auf gut 1500 Meter über Meer unsere Etappe starteten, war es am Start nicht so heiss wie Gestern. Einrollen war Fehlanzeige, nach vielleicht 100 Metern ging es in die steilen Rampen zur Seiseralm hoch. Der Blick zum imposanten Langkofel und zum Plattkofel, bekannt vielleicht aus den Übertragungen der Skirennen aus Val Gardena. Wie üblich waren Michi und ich "zu spät" am Start. Das heisst, offiziell werden die Startblöcke um 8.15Uhr geöffnet. Findet man sich um 8.15Uhr beim Startblock-Checkin ein, so ist man bestenfalls im hinteren Drittel des Startblocks. Wiederum waren zu erst Gleichgewichtsübungen in den ersten Steigungen und danach Überholaktionen notwendig. Über die Seiseralm lockten dann die ersten wirklichen Single-Trails auf uns - Wunderbar!! Danach folgte eine zügige Abfahrt, in der wir auf der Asphaltstrasse mindestens 83 Kilometer in der Stunden erreichten (danach habe ich nicht mehr auf meinen Tacho geschaut ). 1400 Höhenmeter durften wir in einer einzigen Abfahrt vernichten um in Weidbruck (ca. 450m.ü.M.) von einer brütenden Hitze empfangen zu werden. Was nun anstand war der längste je an einer Bike-Transalp auf dem Programm stehenden ununterbrochenen Steigung: 1700 Höhenmeter am Stück!! Dank der Hitze und der Erfahrung aus den Vortagen schoss ich nicht drein, schaltete zurück und bemühte mich viel zu trinken. Dank zwei bis drei Anwohner an der Strecke, welche auf ihre Wasserrechnung pfiffen und die Fahrer mit Wasser begossen, kletterten Michi und ich relativ gut den Berg hinauf - mit jedem Meter ging es sogar besser. Die meisten Teams, welche relativ forsch in die Steigung hineingefahren waren holten wir wieder ein oder überholten wir sogar. Inklusive Stopp bei der Verpflegungsstelle schafften wir den Aufstieg in zwei Stunden. Nun folgte wiederum eine Abfahrt und ein Aufstieg zum letzten Bergpreis des Tages; nicht lange, aber durchsetzt mit steilen Rampen auf Kies. Rund 20 Kilometer vor dem Ziel in Sarnthein war auch mit diesem Aufstieg Schluss und endlich folgte mal mein Terrain: Single-Trail Abfahrt!!! 1000 Höhenmeter, technisch und nur mit wenigen Gegensteigungen, zum Trinken hatte man eh keine Gelegenheit. Noch auf dem höchsten Punkt sagte ich zu Michi: "die da vorne können sich nun warm anziehen!" In meinem "Windschatten" schoss auch Michi sehr beherzt zu Tal. In Sarnthein belegten wir schliesslich den 100. Etappenrang. Die Rehabilitation für den Tag zu vor war gelungen. Dienstag 21.7.: Der Tag an dem die Kriese kam Eines vorne weg: Am heutigen Tag war es früh klar, wer das arme Schwein sein sollte. Aber nun alles der Reihe nach. Königsetappe. Zum vornherein war klar: König konnte nur einer werden, Bettler indes viele! Die Sieger bewältigten die Strecke zwischen Brixen und St. Caterina in einer Zeit von 4Stunden und 8Minuten. Immerhin lagen dazwischen 3665 Höhenmeter und 83,52Kilometer. Am Start in Brixen heizte die Sonne schon ziemlich ein, 20°C zeigte das Thermometer. Zu Beginn der Etappe mussten wir uns wieder im Feld nach vorne arbeiten, was sich als nicht ganz einfach erwies. Bereits früh bildeten sich Gruppen obwohl es noch flach zur ersten Steigung des Tages, dem Würzjoch ging. Die Steigung zum Würzjoch war ein echter "Pulswärmer" mit Rampen von einer Steilheit von bis zu 30 Prozenten, das meiste auf Kiesweg. Michi und ich tasteten uns immer weiter nach vorne, jedoch ohne den Motor zu überdrehen. Nach dem Würzjoch kam der Aufstieg zum Dach der Tour, dem Kreuzofelsjoch. Nun brannte die Hitze unerbittlich und der Saft in meinen Bidons schwand zudem auch die Lust auf die wenige darin verbliebene Flüssigkeit. Never ending war der Aufstieg zum Kreuzofelsjoch und der da gelegenen Schlüterhütte, am Ende stand ein knochenharter Trail auf dem Programm. Ich ahnte böses - und tatsächlich! Tatsächlich, ganz plötzlich stand er vor mir; im Gebüsch hatte er hatte gewartet und ausgerechnet mich ausgesucht. Er trat aus dem Gebüsch hervor auf den Weg und baute sich vor mir auf; sein Bart war weiss und hing bis auf den Boden, in der Hand den Vorschlaghammer: Es war der HAMMERMANN!!!!!!! Er schlug zu - GNAAAAADENLOS!! Darüber hinaus war er erbost, dass er Michi nicht folgen konnte, somit schlug er bei mir sogar zwei Mal zu. Der Weg hinauf bis zu der v..dmtn Hütte wollte nicht mehr enden. Als dann gar nichts mehr ging, stellte sich auch noch das Grödnerjoch in den Weg. Gott sei Dank, kam endlich die zweite Verpflegungsstation. Ich hätte keinen Cent mehr darauf gewettet, dass ich es bis nach St. Christina und somit ins Ziel schaffen würde. Michi ging in den gleich bei der Verpflegungsstation gelegenen Kiosk Cola kaufen und ich schoppte meinen Magen derweil mit frisch aufgeschnittener und reifer Wassermelone voll. Dies half tatsächlich Wunder und ich schaffte es unerwarteter Weise ins Ziel. Nun war Regeneration angesagt. Zum Glück lag das Hotel nur 200 Höhenmeter und ca. 7 Kilometer vom Ziel entfernt. Dies bedeutete 35 Minuten ausfahren!! Montag 20.7.: Über Pfitscherjoch nach Italien Am Morgen am Start konnten wir in den Startblock B, das ist der zweitvorderste von vieren. Aber oje, als wir die ersten Kehren Richtung Pfitscherjoch in Angriff nahmen, sahen wir erst wie viele Biker heute das gleiche im Sinn hatten - die Fahrerschlange nahm kein Ende!!! Gut man muss sich vorstellen: An der Tour de France fahren ca. 200 Fahrer im Feld, hier sind es zur Zeit noch über 1000. Gross Einfahren war nicht nötig, denn bis zum Passübergang am Pfitscherjoch mussten wir auf den ersten 30 Kilometern 1400 Höhenmeter überwinden. Zeit genug also um warm zu laufen. Viel Asphalt, wenig Kiesweg und eine Wanderwegpassage musste bewältigt werden bis zur Verpflegungsstelle hinter einem Stausee. Von da an war das erste mal Biken angesagt, eine technische Passage. Bis jetzt war ja ich das arme Schwein (vgl. 19.7.) und somit freute ich mich darauf, endlich mal meine technischen Fähigkeiten nutzen zu können. Aber NEIN: alle stiessen ihre Bikes hoch und fahren war unmöglich , also war ich schon wieder das arme Schwein!!!  Nach 2 Stunden und 30 Minuten passierten Michi und ich das Pfitscherjoch. Die Abfahrt war wiederum sehr schnell, meist Kies und Asphalt. Insgesamt mussten wir nach der Passhöhe noch 64 Kilometer, meist bergab (allerdings mit ein paar ganz giftigen Gegensteigungen) nach Brixen absolvieren. Der Wind blies ins Tal hinein und Michi spannte sich vor mich, nun war endlich er das arme Schwein!!! Gruppe für Gruppe konnten wir dank den Rollerfähigkeiten Michis einholen, überholen und stehen lassen. Ausser mir konnte niemand im Windschatten mitfahren!! Es folgte nochmals eine technische Passage, ca. 5 Kilometer vor dem Ziel; äh nein, sorry, eine Schiebepassage . 4 Stunden und 31 Minuten unsere Schlusszeit. Hmm, die nächste Stunde, welche wir auf die brutal starken Spitzenfahrer eingebüsst haben. Aber wir hatten an der Etappe den Plausch!! Morgen steht die Königsetappe an. Auf dem Weg nach St. Christina dürfen wir rund 3600 Höhenmeter bewältigen. Sonntag 19.7.: Endlich Biken Vorne weg: Heute konnten wir biken; und, wenn es technisch wird, habe ich Vorteil, wenn nur bergauf geknüttelt wird, hat Michi Vorteil. Heute war es überhaupt nicht technisch und somit war ich die arme Sau (Gruss an Jan). Aber nun der Reihe nach. Das schlechte Wetter hat sich mittlerweile auch aus dem Tirol verabschiedet und wir konnten unsere erste Etappe fahren. Den ganzen Tag wurden wir von Regen verschont und zum Teil hatten wir etwas zu warme Kleidung montiert. 40 Minuten vor dem Start gingen wir in den Startblock. Wie nicht anders zu erwarten, hatten viele diese Idee schon lange vor uns. Michi und ich standen etwa im zweiten Drittel des Startfeldes an und wie gesagt 40 Minuten vor dem Start: Die spinnen die Biker!!! Als es dann wirklich los ging, ging es eben nicht wirklich los. Die ersten Kilometer war vor allem Gleichgewichtstraining angesagt. Seinen eigenen Rhythmus konnte man eh nie biken, entweder viel zu langsam oder dann mussten wir die wenigen Löcher die entstanden sind zum überholen ausnützen. Beim ersten Bergpreis hatten wir bereits 700 Höhenmeter überwunden und uns im Feld etwas nach vorne gearbeitet. Nach einer Abfahrt und einer flachen Überführung auf die andere Seite des Zillertals standen die nächsten 1000 Höhenmeter hinauf zum Loorssattel an. Schotterstrasse vom feinsten, immer wieder mit nahrhaften Rampen durchsetzt (ich armes Schwein!!). Kurz vor dem Kulminationspunkt zeigte meine Uhr die Rennzeit von 2h17 Minuten. Ich machte Michi Mut und erzählte ihm, dass die Sieger der Etappe jetzt wohl durchs Ziel fahren, denn die Etappe wurde auf Grund des Schneefalls auf 55 Kilometer und 2094 Höhenmeter verkürzt, da wir das Geiseljoch nicht passieren konnten (wären nochmals 1000 Höhenmeter gewesen). Allerdings habe ich mich masslos verschätzt, die Sieger waren noch sechs Minuten schneller!!! Auf der Forststrasse runter ins Inntal erreichten wir Spitzengeschwindigkeiten von über 70 Kilometer in der Stunde, bremsen mussten wir nur vor den Spitzkehren! Etwas Respekt hatte ich vor meiner Vorderbremse, die quitschte schon mächtig und stank ohne dass ich sie übermässig betätigt hätte. Am Ziel musste ich auch sogleich neue Bremsbeläge montieren. Das Ziel war dann relativ schnell erreicht. Unsere Schlusszeit um die 3h02, ergibt Position 100 und Startgruppe B für Morgen. Die letzten 34 flachen Kilometer durchs Zillertal über den Radweg waren neutralisiert, aus gutem Grund: Am Sonntag herrscht da Rushhour. Um 15Uhr trafen wir in Mayerhofen ein und dann begann der Stress!!! Gebucht war im Gasthaus Kröll, nur Kröll gibts in Mayerhofen wie Sand am Meer und selbst die Eingeborenen kennen da kein Gasthaus Kröll. Um 18.00Uhr!!! konnten wir dann endlich unser gebuchtes und bezahltes Zimmer beziehen !!!!!!! Morgen gehts weiter nach Brixen!!! Wir melden uns. Samstag 18.7.: Bustransfer & Kaiserschmarrn statt Schneeschutour & Power-Gel Die Anreise nach Mittenwald verlief reibungslos. Michi und ich konnten uns dem Team Speed&Limit (Micha Grüninger/Ralph Scheidegger) anschliessen. Mit einem Van wurden wir zum Startort des Bike-Transalp chauffiert. Check-in und Materialausgabe passierten wir problemlos. Dann gings ab zu unserer Unterkunft, zum Bergnest! Was uns da erwartete war ein absolutes Bijou. Die Anfahrt war noch ziemlich abenteuerlich und wir fragten uns ob es am Ende der Holperstrasse, die quer durch den Wald führte, tatsächlich noch Zivilisation gab. Aber empfangen wurden wir mit unübertreffbarer Herzlichkeit. Micha und Ralph verbaschiedeten wir, sie schlafen jeweils in den Massenunterkünften. Das Wetter bei unserer Ankunft war noch akzeptabel, ab und zu Sonne, ab und zu etwas Regen. Aber die Wetterprognosen für den Samstag verhiessen nichts Gutes... ...und es kam noch viel Schlimmer. Petrus gab über die Nacht vollgas. Bereits in der Aufwachphase hörten wir den Regen an die Fenster prasseln. Die Temperaturen waren von leicht unangenehm in brrrrrrrrrrrrrrr abgestürzt. Vorerst aber machten wir es uns im Esszimmer des Bergnests gemütlich und genossen die leckeren Homemade-Marmeladen. Gerne hätten wir uns noch mehr Zeit genommen, doch wir mussten rechtzeitig unsere Taschen für den Transfer abgeben. Durch den strömenden Regen fuhren wir mit unseren Bikes nach Mittenwald hinunter. Am Gegenhang sahen wir wie weit hinunter der Schnee in der Nacht gefallen war, rund um den zweituntersten Masten der Karlwendelbahn war es bereits weiss - Freude herrscht !! Unser Engel vom Bergnest transportierte unsere Taschen zum Startgelände und verabschiedete sich nicht ohne uns herzlichst alles Gute zu wünschen. Am Athletenbriefing kam dann aber die Meldung, dass erstmals in der 12-jährigen Geschichte des Bike-Transalp eine Etappe verschoben werden muss. Zu viel Schnee war über die Nacht gefallen. Zudem hätte uns die erste Etappe durch ein Naturschutzgebiet geführt für das nur gerade für die Biker sowie drei Motorräder Durchfahrerlaubnis bestand. Die Sicherheit der über 1000 Athletinnen und Athleten wäre nicht gewährleistet gewesen. Nun hatten die Organisatoren alle Hände voll zu tun, damit die Fahrer mit Bussen und die Bikes mit Lastwagen nach Reith i. Alpbachtal transportiert werden konnten. Nun sind wir halt trockener und etwas schneller als erwartet in Reith i. Alpbachtal angekommen. Statt einer Schneeschuhtour gab es einen Bustransfer mitten durch den Sommerferienverkehr am Brenner. Statt Power-Gels gabs einen Fitnessteller und einen Kaiserschmarrn. Wir hoffen morgen endlich loslegen zu können, die Wetterprognosen verheissen Besserung! Donnerstag 16.7.: Am Samstag 18. Juli startet das Bike-Transalp 2009 in Mittenwald (De). Während acht Tagen werden acht Etappen mit Total 633 Kilometern und 22'000 Höhenmetern absolviert. Michi Scherrer und ich, Reto Brunner, sind als Team unter dem Namen jtri-espoirs-radbar in der Kategorie men am Start. Einen detaillierten Vorschaubericht könnt ihr im Einsiedler-Anzeiger und im Höfner Anzeiger von morgen Freitag lesen. Michi und ich werden an den Etappenorten jeweils in Hotels übernachten. Sofern wir in diesen Hotels w-lan-Verbindung finden, werden wir am Abend jeweils einen kurzen Tagesbericht auf die jtri-website stellen. Resultate sind auch auf www.datasport.ch abrufbar, weitere Infos zum Event auf www.bike-transalp.de. Leider versprechen die Wetterprognosen nicht allzu gutes Wetter in den ersten Tagen: Schnee bis 1800m.ü.M. am Samstag und der höchste Punkt der Etappe liegt auf 1800m.ü.M., Kappe und warme Handschuhe sind schon eingepackt!!
|
Die JTri-Dresses sind aufgefallen. René Balz von Jona hat euch in Seefeld erkannt. RESPECT, Gratulation und gute Erholung.