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Gigathlon 2009: Centrex-jtri - pflegen des olümpischen gedankens. PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Reto Brunner   
Dienstag, 07. Juli 2009 um 07:47

"mitendrin, statt nur dabei" oder "dabei sein ist wichtiger als siegen"? das motto war vor dem start nicht vereinbart, eins aber war zum vornherein klar: mit der ranglisten-spitze würde unser team sicher nichts zu tun haben und so frönten wir dem olympischen gedanken von baron pierre de coubertin. nebst allem material für den sport nahmen wir noch drei video-kameras mit um die tollen momente die der gigathlon immer wieder mit sich bringt festzuhalten. ich hoffe, dass ich in der nächsten zeit einen tollen film zusammenschneiden kann!

cool-down friday: wie es unsere vorschreiber bereits erwähnt haben, nahm es petrus zu beginn mit dem cool-down friday sehr wörtlich und öffnete die schleusen. wir waren uns nicht sicher, ob wir mit dem auto oder dem schiff nach st.gallen reisen sollten. zumindest unser auto-kleber zollte dem wetter tribut und löste sich von der windschutzscheibe. immerhin hatte petrus dann mit den gigathleten ein einsehen und liess rechtzeitig zum eintreffen in st. gallen die sonne wieder scheinen. der check-in - oder wie es beim gigathlon heisst: check-out aus dem alltag - verlief erstaundlich zügig. leider waren wir genau zur falschen zeit auf dem zeltplatz, so dass wir einen schönen platz auf dem hügel zugeteilt bekamen und zwei nächte am schräghang verbringen durften  Schreien. endlich ging es dann auch los mit sport. nicht unbedingt cool-down sondern eher schon ein knackiges warm-up war dann auf den strecken angesagt; da hat es doch paar ganz heftige steigungen rund um st. gallen! dennoch, es machte spass mit den anderen gigathleten auf der strecke zu sein, ohne grosse hektik, da ja die zeit keine grosse rolle spielte. timeless moments hiess das motto des gigathlon 2009, spätestens beim anstehen für die duschen, das wc oder das nachtessen wussten wir wieso, man musste endlos geduld haben können Unentschieden.

hilly saturday: schon früh am morgen verliess susanne das camp, nicht richtung schwimmstart, sondern richtung hochzeit einer kollegin an der sie als trauzeugin anwesend sein musste. so mussten wir den samstag zu viert absolvieren und isa kam zu einem "couple einsatz". jedoch der reihe nach: rico machte den start. da er ein guter schwimmer ist, stellten wir ihn an den start, bei dem ca. 1000 schwimmer miteinander in den see stachen. und tatsächlich, rico tauchte auf position 100 nach 48 minuten aus dem wasser auf und übergab an isabelle für die 57km lange inlinestrecke. die inlinestrecke war bereits ein erstes "piece de resistance" des gigathlons 2009. noch nie war eine inlinestrecke des gigathlons so lang! doch isabelle meisterte die strecke und somit ihren ersten einsatz des tages mit einer zeit von knapp über zweieinhalb stunden, glücklich, unverletzt, aber mit schmerzendem rücken - vorfreude auf die abschliessende bikestrecke  Fettnäpfchen!! jan übernahm für die radstrecke durch das gebirgige vorarlberg. trotz einiger wolken, die bedrohlich nach regen ausgeschaut haben, erwischte jan nur wenige regentropfen auf dem furkajoch. und nach 3:25 war er auch bereits wieder zurück beim wechsel zum berglauf. der berglauf auf den hohen kasten war sozusagen das sahnehäubchen der gigathlon-strecke. ich übernahm nun also um diese strecke, 12km und rund 1400 höhenmeter zu bewältigen. die ersten zwei kilometer waren noch flach. ich bin mir sicher, dass nicht alle gigathleten so freude an der strecke hatten wie ich. sie war technisch und sie war mehrheitlich steil ansteigend! vorallem aber hatte man oben eine fantastische aussicht und nach 1:34 war ich auch schon oben!!! wirklich genial, der hohe kasten! fast schade, dass ich "nur" zehn minuten auf die bahn warten musste/durfte um nach unten ins tal zu schweben und dort den chip an isa zu übergeben. derweil setzte die hitze, die autofahrt und die erste diziplin isa im tal unten so richtig zu. rico und jan hatten alle hände voll zu tun, isa für die bikestrecke wieder einigermassen fit zu kriegen. einer kalten dusche im garten eines anwohners sei dank: isa schwang sich auf das bike und kam wohlbehalten nach 2h48 und somit noch bei tageslicht, glücklich in st.gallen an.

flowy sunday: wiederum früh morgens musste susanne reisen. diesmal von einsiedeln nach st. gallen, damit sie rechtzeitig für den start zur inline-strecke bereit stand. sie machte den start. die inline-strecke war identisch mit der strecke des berühmten 111, nur einfach etwas kürzer. aber sie hatte auch einige sehr schnelle abfahrten. nach 1:36 übergab susanne an jan, der sich diesmal in die fluten warf. leider war unser team bei den schwimmern mitdabei, die zuerst das kursschiff auf dem bodensee passieren lassen mussten. jan übergab dann an isabelle, die noch einmal ihr neues bike ausreiten durfte. beide waren wohl etwas müde vom vortag! Beschämt um viertel nach zwei, hatte isa dann ihr monsterprogramm am gigathlon abgeschlossen und konnte in frauenfeld an rico für die radstrecke übergeben. schon bald einmal war klar, dass auch am sonntag die radstrecke alles andere als flach sein würde, sie führte durch das zürcher oberland zum dach der sonntagsstrecke, dem sternenberg und zur wechselzone in uzwil. lange zeit war es heiss am sonntag, sehr heiss! Missbilligenkurz vor eintreffen ricos in uzwil zogen aber schwarze gewitterwolken auf und auch einige wenige regentropfen fielen. rico machte derweil auf radstrecke wieder einige plätze gut, nach 2:25 hatte auch er sein pensum abgespult, blieb also noch ich für die abschliessenden 24km laufstrecke nach st. gallen. soviel vorne weg: es regnete noch nicht, als ich loslief. die laufstrecke war wunderschön, coupiert und vielfach auf wanderwegen. kurz nach meinem start überholte mich andreas kosanke, der in einem anderen team unterwegs war. noch immer spürte ich meine kopfschmerzen, welche mich den ganzen tag verfolgten, doch irgendwie spürte ich, dass diese noch verschwinden sollten. die strassen waren nass, es musste kurz vorher also geregnet haben! ich verlor andreas nie aus den augen. mittlerweile regnete es, nein jetzt goss es wie aus kübeln. petrus hatte alle schleusen geöffnet und der untergrund war nicht nur nass, zum teil waren die wanderwege richtige wildbäche. für mich Lächeln für alle anderen wohl Schreien!!! nun waren die kopfschmerzen verschwunden. in einer ca. 500m langen downhill-passage konnte ich das loch zu andreas (geschätze 30 sekunden) zulaufen und ihn kurze zeit später überholen. es ging auch vielen anderen läufern gleich wie andreas, sie kämpften mit der strecke, den besondern umständen oder mit sich selbst! später in st. gallen erfuhr ich, dass andreas etwas später einen bösen sturz gehabt hat und sich an der schulter verletzt hatte, auf diesem weg: gute besserung andreas. um 18.45 lief ich in st. gallen ein - viel zu früh. ich habe eine zeit von 2h15 geschätz, lief aber bereits nach 1h58 ein; auch zur überraschung meiner teamkollegen. die waren nämlich noch fest mit zeltabbau beschäftigt, als ich alleine ins ziel einlief; jähnu, so fühlte ich mich schon fast wie ein single Cool!!!

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